Karlsbad - Kurort im böhmischen Bäderdreieck

Die Stadt Karlsbad - Geschichte und Sehenswürdigkeiten

Karlsbad - Kurort im Böhmischen Bäderdreieck

Karlsbad liegt im westlichen Teil Tschechiens am Zusammenfluss der Flüsse Teplá und Ohre, etwa 120 km von Prag entfernt. Es ist der größte und bekannteste Kurort der Tschechischen Republik.
Weltruf verdankt Karlsbad seinen zwölf heißen Mineralquellen, die zur Trinkkur, Hydrotherapie, für Mineralbäder und Spülungen genutzt werden.
Karlsbad liegt in einer Höhe von etwa 447 m ü.d.M.
Die Nobelboutiquen, Luxusrestaurants und das Casino werden nicht nur von reichen Russen gern besucht.

Geschichte des Kurortes Karlsbad

Glaubt man den Erzählungen, verdankt die Stadt Karlsbad ihre Entstehung Kaiser Karl IV., der im Jahr 1348 auf einer Hirschjagd die warmen Quellen entdeckte, als sich sein Jagdhund an dem heißen Wasser die Pfoten verbrannt haben soll. Der Kaiser, der an dieser Stelle eine Siedlung gründete und diese dann im Jahre 1370 zur königlichen Stadt erhob, ist auch ihr Namensgeber. Dies war der Beginn der Geschichte des heute berühmten Kurortes.
Eine größere Blütezeit erlebte sie allerdings erst 200 Jahre später. Im 17. Jahrhundert litt Karlsbad unter dem Dreißigjährigen Krieg und Naturkatastrophen. Die Stadt überwand jedoch schnell deren Folgen und konnte ihre Entwicklung als Kurort fortsetzen. Im Laufe der Zeit wurde der Kurort immer beliebter. Dazu trug viel auch der Fakt bei, dass die reiche Aristokratie hierher zu Kuren kam. Zu den bedeutendsten Karlsbader Patienten des 18. Jahrhunderts gehörte zweifellos der russische Zar Peter der Große.
Schon im 19. Jahrhundert kurten und vergnügten sich in Karlsbad Politiker, Schauspieler, Monarchen und Dichter.
Der deutsche Dichter Goethe liebte Karlsbad, war insgeamt 13 mal im böhmischen Karlovy Vary.
Aber auch Namen wie Mark Twain, Niklolai Gogol, Johann Strauss, Friedrich Nietzsche finden sich auf der Gästeliste der Stadt.

Sehenswürdigkeiten des Kurortes Karlsbad

Die Entwicklung des Kurwesens trug auch wesentlich zur architektonischen Gestaltung der Stadt bei. Am Anfang des 18. Jahrhunderts wurden das erste öffentliche Kurhaus (Mlýnské láznì/Mühlenbad) und auch die barocke Kirche Maria Magdalena errichtet. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Stadtbild vor allen Dingen von Bauten im Jugendstil geprägt, so die Mühlen- und Sprudelkolonnaden, das Kaiserbad oder das Gebäude des heutigen Theaters.
Karlsbad ist vor allem als die Stadt der Kolonnaden bekannt. Der Hauptzweck dieser Bauten ist es, den Kurpatienten Behaglichkeit bei der Einnahme der verschriebenen Heilquellen zu bieten. Sie liegen alle nicht weit voneinander entfernt.

Die Top-Ten des Kurortes Karlsbad

  • Karlsbad ist die größte Kurstadt Tschechiens.
  • Vor dem 1. Weltkrieg war Karlsbad auch eine der bedeutendsten Kurstädte Europas. Dies belegen häufige Besuche berühmter Künstler, Wissenschaftler und Aristokraten.
  • Das Elisabetbad ist das größte Heilbad in Tschechien. Es verbraucht die größte Menge Sprudelwasser.
  • Die wärmste und reichste Mineralquelle ist die Quelle der Sprudelkolonnade.
  • Die größte, bekannteste und beliebteste Promenade ist die Mühlenkolonnade.
  • Die bedeutendste gesellschaftliche und kulturelle Aktion in Karlsbad ist das Internationale Filmfestival, dass alljährlich im Juli stattfindet, und zu den vier wichtigsten Events seiner Art in Europa gehört.
  • Den schönsten Blick auf die Stadt hat man vom Aussichtspunkt Diana.
  • Die bekanntesten Karlsbader Produkte sind: Glas der Firma Moser, der Kräuterlikör Becherovka, das Mineralwasser Mattoni, die Kuroblaten und das Karlsbader Porzellan Thun.
  • Die bedeutendste religiöse Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Maria Magdalena-Kirche des Architekten Dientzenhofer.
  • Die verheerendste Katastrophe für Karlsbad war der große Brand von 1604, bei dem die Stadt - bis auf 3 Gebäude - völlig zerstört wurde.

Karlsbad - Kurinformationen

Karlsbad und seine natürlichen Quellen

In Karlsbad entspringen 100 Mineralquellen, 12 Quellen werden genutzt und sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich.
Die Karlsbader-Quellen gehören zu den Natrium-Bikarbonat-Sulphat- Säuerlingen mit einem Mineralisierung um 6,4 g/l und einem CO2 Gehalt von 560-980 mg/l.

Indikationen/Heilanzeigen für Kuren in Karlsbad

  • Erkrankungen des Verdauungssystems
  • Stoffwechselstörungen
  • Diabetes
  • Gicht
  • Fettleibigkeit
  • Parodontose
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Leber-, Bauchspeicheldrüse-, Gallen- und Gallenwegeerkrankungen
  • Zustände nach onkologischen Krankheiten
  • neurologische Erkrankungen

Kurbehandlungen in Karlsbad

Die Karlsbader Kurbehandlung besteht aus Prozeduren, die vor allem die Mineralquellen zur Heilung verwenden. Damit die Therapie auch einen Sinn ergibt, sollte sie mindestens drei Wochen dauern. Nach der Ankunft im Kurbad führt der Arzt eine Eingangsuntersuchung durch und verschreibt entsprechende Prozeduren. Der Tagesplan mit verschiedenen Massagen, Bädern und mit Trinkkur muss genau eingehalten werden. Die Wirkungen werden unter diesen Voraussetzungen bereits nach kurzer Zeit erzielt.

Wellness in Karlsbad

Die Wellness-Therapie ist eigentlich sehr ähnlich wie eine Kurbehandlung. Der Hauptunterschied besteht darin, dass sie nicht vom Arzt verschrieben wird. Wellness können Sie nach Ihren Wünschen genießen. Suchen Sie sich ein zweitägiges Wellness- oder Beauty-Programm oder ein einwöchiges Komplett-Paket aus. Die Kombination der Prozeduren sowie die Zeit, die Sie im Kursanatorium verbringen, hängt nur von Ihrer Wahl ab.

Kur- und Behandlungsmethoden in Karlsbad

  • Bäder: Perlbad, Kohlensäurebad, trockenes Kohlensäurebad, Zusatzbäder
  • Wärmebehandlungen: Paraffinumschläge, Peloidpackungen, Peloidwickel
  • Massagen: Klassische Massage, Reflexmassage, Unterwassermassage
  • Hydrotherapie: schottischer Wechselguss, Wirbelbad, Wechselbad der unteren Extremitäten, Wechseldusche der unteren Extremitäten, Sauna, Dampfbad, Ganzkörperwickel
  • Physiatrische Anwendungen: Ultraschallbehandlung, verschiedene elektrische Ströme, Behandlung mit elektromagnetischem Feld, Behandlung mit galvanischem Gleichstrom Wasser oder Laser
  • Gymnastik: Individuelle Gymnastik, Gruppengymnastik, Wassergymnastik
  • Weitere: Inhalation, Zahnfleischirrigation, Pneumopunktur, Manuelle oder mechanische Lymphdrainage, Darmspülung mit Mineralwasser, Oxygenotherapie

Kontraindikationen für Kuren

Unbehandelter Bluthochdruck, bösartige Tumore, akute Psychosen, Schwangerschaft, Überfunktion der Schilddrüse


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Kurhotel & Wellnesshotel Lazne Belohrad / Anna-Moorbad

Der Kurort Lazne Belohrad (Anna-Moorbad) liegt ca. 100 km nordöstlich von Prag in Ostböhmen im Vorland des Riesengebirges.

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Der Kurort Luhacovice liegt in Südmähren etwa 20 km südöstlich von Zlin, in den Weißen Karpaten.

Kurhotel Schwefelbad Ostrozska Nova Ves

Das Schwefelbad Ostrožská Nová Ves liegt in einem schönen Park, ca. 2 km außerhalb des Dorfes Ostrožská Nová Ves und ca. 8 km von der Kreisstadt Uherské Hradiště entfernt, im Herzen von Mähren, in der Mährischen Slowakei. Es liegt etwa 70 km östlich von Brünn/Brno in Südmähren.

Kurhotel & Wellnesshotel Heilbad Priessnitz - Kurort Jesenik

Das Heilbad Priessnitz - Kurort Jesenik (ehem. Gräfenberg) liegt im Altvatergebirge/Jeseniky nahe der polnischen Grenze.

Kurhotel & Wellnesshotel Teplice

Der vor allem aus vergangenen Jahrhunderten bekannte Kurort Teplice liegt direkt an der Grenze zu Deutschland in den Ausläufern des Erzgebirges.
Prag ist ca. 90 km entfernt.