Info Konstantinsbad / Tschechien

Lage und Klima:

Konstantinsbad, der kleine, sehr ruhige und beschauliche Kurort, liegt in direkter Nähe der Grenze zu Deutschland (Bayern), im Südwesten des westböhmischen Bäderdreiecks (Karlsbad - Marienbad - Franzensbad).
Der Kurort ist in einem schönen Waldpark platziert, der sich natürlich an die umliegende Natur schliesst. Das Städtchen liegt ca. 35 km westlich von Pilsen (Richtung Pilsen – Karlovy Vary) in einer Höhe von 520 m über dem Meeresspiegel.
Die ruhige, hügelige Waldlandschaft gehört zu den ökölogisch saubersten Gebieten Tschechiens und bietet zu jeder Jahreszeit ein angenehmes Mikroklima.

Geschichte und Tradition

In ersten schriftlichen Belegen aus dem 16. Jahrhundert wird der heutige Ort Konstantinsbad (Konstantinovy Lazne) wegen der Quellen mit einem besonders hohen Schwefelgehalt als "Stinker" bezeichnet.
Sie entsprangen auf den sumpfigen Wiesen in der Nähe von Nova Ves (Neudorf).
  • 1803: Es wurde das erste Kurgebäude mit 5 Badekabinen und 22 Zimmern an einer schwefelhaltiger Quelle errichtet, dem Ort des heutigen Alten Kurbads.
  • 1837: Das Kurbad wird vom Besitzer des umliegenden Herrschaftsguts, dem Fürsten Konstantin von Löwenstein, gekauft, nach dem heute der Kurort Konstantinsbad seinen Namen trägt.
  • 1875: Inmitten eines neu angelegten Parks, 2 Kilometer vom ursprünglichen Kurortentfernt, ist der Ausbau eines Badegebäudes, des heutigen Sanatoriums Prusík, beendigt.
  • 1901: Anschluss des Kurorts Konstantinovy Láznì an das Eisenbahnnetz und damit Beginn der schnellen Entwicklung des Kurorts.
  • 1928: Es wird der Umbau des ursprünglichen einstöckigen Hauptgebäudes zum heutigen Aussehen durchgeführt.
  • 1956: Zur entscheidenden Indikation werden die Herz- und Kreislauferkrankungen.
  • 1959: Das Hauptgebäude wird nach dem Prager Professor und bedeutenden Herzspezialisten Dr. med. Bohumil Prusík benannt.
  • 1992: Das Heilbad wird mit seinen 440 Betten, Ordinationszimmern, Balneobetrieben und dem 20 ha großen Kurpark zum Besitz der Gesellschaft Heilbad Konstantinsbad AG.

Anreise nach Konstantinsbad:

Anreise mit dem Auto:
Die Straßen Karlsbad - Pilsen und Cheb - Stribro - Pilsen führen in einer Entfernung von nur 15 km an Konstantinsbad vorbei.

Anreise mit der Bahn:
Konstantinsbad ist vorletzte Station der Linie Pòovany - Bezdružice, rund 25 km von Pòovany entfernt. Durchgehende Verbindungen nach Pòovany bestehen von Prag, Pilsen und Cheb.

Anreise mit dem Bus:
Für Kurgäste besteht eine Direktverbindung mit dem Bus von Prag und Pilsen nach Konstantinsbad und zurück.

Heilmethoden / Kuranwendungen:

Die wesentlichen Heilungsmethoden im Heilbad Konstantinsbad basieren auf der Nutzung der natürlichen Mineralwasser-Heilquellen mit hohem Kohlensäuregehalt.
Im Oktober 2007 bestanden die Kurhäuser des Heilbads das Zertifikat des europäischen Heilbäderverbandes EuroSpaMed, das hohe Ansprüche an die Sicherheit, Hygiene und fachliche Kompetenz des Trägers stellt.
Die Quelle mit eisenhaltigem Hydrogenkarbonat-Natrium-Magnesium-Mineralwasser sprudelt mit 120 bis 150 Litern pro Minute aus einer Tiefe von 40 Metern mit einer Temperatur von 9,° C, dem pH-Wert 5,25 an die Oberfläche. Diese Quelle und das älteste Kurgebäude wurden nach dem Prager Professor Dr. med. Bohumil Prusík benannt, der als Herzspezialist zu einem großen Förderer des Heilbades Konstantinsbad wurde. Das Mineralwasser im Heilbad Konstantinsbad hat eine Besonderheit: Die chemische Analyse des Heilmineralwassers weist die meisten freien Oxide von allen Quellen in der Tschechischen Republik aus.
Im Juli 2010 wurde in Konstantinsbad ein neues Wellness-Zentrum eröffnet. Es liegt neben dem Kurhotel Prusík und ist auch direkt von diesem Hotel zugänglich. Zur Verfügung stehen ein Hallenbad (14×12 m, 30° C), zwei Whirlpools, Kneippgänge und ein Saunabereich (Trocken- und Aromasauna und Dampfbad). Hier werden auch verschiedene Massagen, Packungen und Bäder angeboten.
  • Kohlensäurebäder
  • Gasinjektionen
  • Arm- und Fußwirbelbäder
  • Wechselbäder
  • Hauffsche Bäder
  • Massagen (z. B Unterwasser-, Bindegewebs-, Reflexonenmassagen)
  • Paraffinpackungen
  • Elektrotherapie
  • Lichttherapie
  • Vierzellenbäder
  • Inhalationen
  • Gruppengymnastik
  • individuelle Rehabilitationsbehandlungen

Indikationen:

Herz- und Kreislauferkrankungen:
  • Ischämische Herzerkrankungen mit anginösen Anfällen
  • Bluthochdruckkrankheiten
  • Koronare Herzkrankheiten und Zustände nach einem Herzinfarkt
  • Zustände nach Operationen des Herzens und des Gefäßsystems
  • Postapoplektische Folgezustände nach Schlaganfall
  • Gefäßkrankheiten der unteren Gliedmaßen
  • Erkrankungen des Kreislaufsystems
  • Verschluß der Arterien von Gliedmaßen, verursacht durch Arteriosklerosen
  • Zustand nach Thrombose und Thrombophlebitis ohne Anzeichen einer akuten Entzündung
  • Angeborene oder erworbene Herzklappenfehler ohne Kreislaufschwäche I. Grades
  • Postoperativer Zustand bei angeborenen oder erworbenen Herzfehlern
  • Einfache Vasoneurosen ohne Veränderung der Organe

Begleiterkrankungen:
  • Chronische degenerative Erkrankungen der Gelenke, der Wirbelsäule und des Stützapparates
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus und Übergewicht


Kur & Wellness: weitere Kurorte

Hotels Tschechien - Übersicht

Kurhotel & Wellnesshotel Lazne Belohrad / Anna-Moorbad

Der Kurort Lazne Belohrad (Anna-Moorbad) liegt ca. 100 km nordöstlich von Prag in Ostböhmen im Vorland des Riesengebirges.

Kurhotel & Wellnesshotel Luhacovice

Der Kurort Luhacovice liegt in Südmähren etwa 20 km südöstlich von Zlin, in den Weißen Karpaten.

Kurhotel Schwefelbad Ostrozska Nova Ves

Das Schwefelbad Ostrožská Nová Ves liegt in einem schönen Park, ca. 2 km außerhalb des Dorfes Ostrožská Nová Ves und ca. 8 km von der Kreisstadt Uherské Hradiště entfernt, im Herzen von Mähren, in der Mährischen Slowakei. Es liegt etwa 70 km östlich von Brünn/Brno in Südmähren.

Kurhotel & Wellnesshotel Heilbad Priessnitz - Kurort Jesenik

Das Heilbad Priessnitz - Kurort Jesenik (ehem. Gräfenberg) liegt im Altvatergebirge/Jeseniky nahe der polnischen Grenze.

Kurhotel & Wellnesshotel Teplice

Der vor allem aus vergangenen Jahrhunderten bekannte Kurort Teplice liegt direkt an der Grenze zu Deutschland in den Ausläufern des Erzgebirges.
Prag ist ca. 90 km entfernt.