Info Marienbad / Tschechien

Geschichte Sehenswürdigkeiten

Lage Marienbads

Die Stadt Marienbad befindet sich in der herrlichen Umgebung des Kaiserwaldes in einer Höhe von 578 m ü.d.M. Sie verfügt über rund 40 Mineralwasserquellen, zahlreiche Wanderwege und sehr gute Luft. Die Gemütlichkeit der Stadt versetzt den Besucher in die Zeit der Jahrhundertwende zurück.
Auch im Winter bietet Marienbad Möglichkeiten für sportliche Betätigung: Hier gibt es ein Skiareal mit einer Seilbahn und 2 modernen Skiliften, die täglich von 9.00 bis 16.00 Uhr in Betrieb sind und abends von 18.00 bis 21.00 Uhr. Es gibt eine Skibar, Skiverleih und Skiservice, Parkplätze, WC, einen täglichen Skibus von und nach Marienbad. Die Länge der Skipisten beträgt 1450 m.

Geschichte Marienbads

Die Mineralquellen Marienbades wurden zwar schon im Mittelalter von den Mönchen des Klosters Tepla genutzt. Ursprünglich wollte man die Quellen zur Kochsalzgewinnung nutzen. Doch zur Trinkkur, für Bäder und Inhalationen eignete sich das Wasser viel besser, und so begann die Kurtradition der Stadt am Anfang des 19. Jahrhunderts. Die ersten Badehäuser wurden im Auftrag vom Stiftsarzt Dr. Josef Nehr errichtet. Im Jahre 1808 verlieh der Abt von Tepl dem immer wichtiger werdenden Ort den Namen Marienbad. Der Name stammt von einer Quelle, an der sich ein von Gästen aufgestelltes Marienbild befand.
Besucher wie Goethe, Turgenjew, Tolstoi, Gogol, Chopin (jährlich findet deshalb im August das Chopin-Festival statt), Wagner, Bruckner und Dvorak trugen zum Ruf Marienbads nicht nur in Europa bei.
Heute zählt die Stadt Marienbad ca. 15.000 Einwohner.

Architektur in Marienbad

Entlang der Hauptstraße befinden sich viele prächtige Bauten im Stil der Gründerzeit von Marienbad. Hier befinden sich auch die meisten Restaurants, Souvenirgeschäfte und Hotels der Stadt. Das Kurviertel erstrahlt im typischen Goldgelb der Belle Epoque.
Eine Sehenswürdigkeit der Stadt ist sicherlich die russisch-orthodoxe Kirche aus dem Jahre 1902, der Friedensplatz und die 120 m lange Kolonnade, welche im Jahre 1889 erbaut wurde, das Goethehaus, in welchem sich das Städtische Museum befindet, und das im Stilmix aus Neobarock und Neorenaissance erbaute Neubad (Nove Lazne).

Die Singende Fontäne von Marienbad

Die Singende Fontäne ist eine Marienbader Besonderheit. Das runde Becken mit einem Durchmesser von 18 Metern trägt in der Mitte einer flachen Schale eine steinerne stilisierte Blütenskulptur, deren Mittelteil aus hochglanzpoliertem, rostfreiem Stahl besteht. Die Fontäne hat zehn Grunddüsensysteme mit mehr als zweihundertfünfzig Düsen. Der mittlere Strahl reicht in eine Höhe bis zu 6 Meter. Es erklingen Auszüge aus Werken klassischer Komponisten wie F. Chopin, W.A.Mozart, J.S.Bach, Ch. Gounod, B. Smetana, A. Dvorák, aber auch Stücke moderner Komponisten. Das erste Mal ertönte die Fontäne am 30. April 1986.
Die Fontäne ist vom 1. Mai bis 31.Oktober in Betrieb. Es wird jeden Tag gespielt, zu jeder ungeraden Stunde. Um 21 und 22 Uhr wird der Brunnen zusätzlich beleuchtet.

Sehenswürdigkeiten der Umgebung

Zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung zählen unter anderem der ehemalige Kurort Lázné Kynzvárt mit seinen alten Kurhäusern, das naturgeschützte Klader Torfmoor und das Kloster Teplá, welches im Jahre 1193 gegründet wurde und über eine Bibliothek mit rund 100.000 Bänden verfügt. Es ist damit die zweitgrößte Klosterbibliothek des Landes. Zu den Kostbarkeiten gehört der Codex Teplensis, die älteste deutsche Bibelüberstzung des Neuen Testaments, die von einem unbekannten Mönch aus Böhmen stammt.


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